Turm Hier keine Kunst

Degens schreibt fein und schräg, man lacht sich schlau und scheckig.
(Helge Hopp, Park Avenue)

Eine großartige Abrechnung mit dem Schreib- und Künstlerwahn!
(Katharina Rutschky)

Strukturell funktioniert das Buch so, als hätte John Waters die Ausgangssituation der Suche nach der verlorenen Zeit für einen Film verwendet. In der Hauptrolle: Hermes Phettberg.
(Gerald Fiebig, Am Erker)

Popliteratur, Comic, Sciencefiction, B-Movies, Computerspiele, Werbung, Kneipengespräche und Abenteuerromane werden bei Degens [...] zu Materiallagern, deren Substrate er in seinem Beinah-Roman stilsicher montiert und mit treffenden Dialogen humorvoll in Szene setzt.
(Timo Berger, junge Welt)

[Ein] Sittengemälde (West-)Deutschlands vor der Globalisierung.
(Ronald Klein, goon. Magazin für Gegenwartskultur)

Marc Degens lässt seinen Antihelden genüsslich in den Wirren des Literatur- und Geschlechterkriegs treiben.
(Tina Manske, Titel-Magazin)

Der Erzähler [...] befindet sich auf der Suche und möchte das Leben beim Schopf packen – immer wieder und immer neu, immer vergeblich, aber heiteren Gemüts bis fast zuletzt.
(Beat Mazenauer, Volltext))

Den Trend zu konsumistischen Entschleunigungstechniken kontert Degens mit der Utopie eines ereignislosen Rentneralltags in dezentralen städtischen Randlagen. Müßiggang und Alltagstrott werden als Lebenskunst entdeckt. Er adelt die unspektakulärsten Gewohnheiten als erzählerische Sujets, vermeintlich nebensächliche Geschehnisse gewinnen erzählerischen Ereignischarakter. Dem Gang zum Bäcker, dem Besuch bei der Oma, einem Zwischenstopp auf dem Bahnhofsvorplatz von Wanne-Eickel entlockt Degens literarisch-poetischen Mehrwert. Formal ist dies kongenial umgesetzt: Er erweist sich als Meister der narrativen Tempodrosselung, als Erfinder eines literarischen Slowcores. Mit fast verschwenderischer Geduld verweilt er bei den scheinbar nebensächlichen Dingen; er vertagträumt die Pointen, schweift ab, verliert sich im Erzählfluss – ganz nebenbei erschafft er so eine ganz eigene Variante literarischen Abhängertums.
(Steffen Stadthaus, HausBlog Nottbeck)

 
Marc Degens | www.marc-degens.de